Freitag, 1. Oktober 2010
Rückkehr aus der Sommerpause
Ich weiß, ich hab viel, viel zu lange nicht gepostet, und ich schäme mich auch ein bisschen. Jetzt, wo das neue Semester angefngen hat, nehme ich mir aber vor, wieder regelmäßig was zu schreiben. Also schaut ab und zu vorbei...
Samstag, 10. Juli 2010
Opportunisten wie wir
Es war einmal, im November 2009: Die deutschsprachige Universitätslandschaft erfasst eine Welle des Protests. Für Tage, fast Wochen richtet sich die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Hochschulen. Der große Erfolg der Studierenden ist zum Greifen nahe. Scheinbar. Denn im Juli 2010 zeigt sich ein ganz anderes Bild. Der groß angekündigte Bologna-Gipfel blieb ohne Ergebnisse, die Bildungsstreik-Demonstration eine Randnotiz in den Zeitungen, die Protestatmosphäre ist verflogen. Statt zu einer Siegesfeier rufen die ASten der FU, TU und HU diesen Dienstag zum Krisengipfel: „Ausgebrannt? Perspektiven und Utopien nach dem Uni-Streik“ ist der vielsagende Titel der Veranstaltung. Selbst der Runde Tisch, der vielen als größte Errungenschaft des Bildungsstreiks gilt, muss mangels Beteiligung über seine Auflösung nachdenken. Was ist passiert?
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Montag, 5. Juli 2010
Spendenskandale an der Eliteuni
So, diesmal hat sich ein Kollege von der ZEIT (zu langer Umgang in journalistischem Milieu mündet in einem Hang zur Selbstüberschätzung) um die neuesten Nachrichten von der FU gekümmert. Wie mit dem Bildungsetat hierzulande umgegangen wird, könnt ihr hier nachlesen. Natürlich hat aber auch die FURIOS etwas zu den Vorfällen zu sagen.
Donnerstag, 1. Juli 2010
Über Toiletten
Hallo zusammen!
Heute beglücke ich euch mit einer E-Mail-Schlacht, die über den Verteiler des Fachbereichs Mathematik/Informatik ausgetragen wurde und die ich euch nicht vorenthalten möchte. Viel Spaß beim Lesen!
Von: H., Hannes
An: all-replies@math.fu-berlin.de
Betreff: Re: Toiletten
Lieber Herr H. and andere Lesende,
ich bin zwar in den Gebiet nicht so bewandert, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Leute aus „kultureller Unkenntnis“ *auf* die Toilette draufstellen.
Wenn Sie das so schreiben und dann nochmal explizit Nicht-Herkunftsdeutsche als Zielgruppe der E-Mail hervorheben, unterstellen Sie, dass Ausländer entweder kulturlos, unhygienisch oder einfach zu blöd sind um eine Toilette zu benutzen.
Ich weiß nicht, ob Sie das so gemeint haben, aber es reproduziert in hohem Maße verbreitete Vorurteile und trägt m.E. nicht dazu bei, dass sich "Ausländer" an unserem FB wohlfühlen.
Ich würde mich freuen, wenn Sie das geraderücken können.
Vielen Dank,
Mit freundlichen Grüßen,
Hannes H.
Von: E., Georg
An: all-replies@math.fu-berlin.de
Betreff: Re: dreckige Toiletten
Yo Hannes,
mach doch Du mal die Toiletten sauber, anstatt hier rumzusülzen und den politisch oberkorrekten Lehrmeister in Sachen gesellschaftlichem Umgang raushängen zu lassen.
Georg
Von: F., Danielle
An: all-replies@math.fu-berlin.de
Betreff: Re: Toiletten
Sehr geehrte Damen und Herren, Hausmeister Alfred Heimann,
ich bedanke mich für die Mail von Herrn Hannes, da ich nach Lesen der Rundmail von Hausmeister Alfred Heimann von dem diskriminierenden Tonfall sehr schockiert war. Inhaltlich wollte ich nur beisteuern, dass die Damentoiletten seit meinem ersten Besuch dort nicht nur von einem athemberaubenden Gestank gekennzeichtet waren, sondern auch sonst in einem desolaten Zustand waren. Da die Toiletten offensichtlich undicht sind und die Fäkalien am unteren Rand der Schüssel nach außen treten, stand ich mehr als einmal in einer Urinlache. Dies kann man sicherlich nicht den nicht deutschsprachigen Kollegeinnen und Studentinnen zuschreiben. Bisher habe ich von Beschwerden abgesehen, da mir die teilweise sehr unangenehmen Seiten des Jobs von Hausmeister Alfred Heimann durchaus bewusst sind. Dies ist keine Entschuldigung dafür sich in einer Rundmail derart im Ton zu vergreifen. Es ist sehr bedauerlich, dass diese Problematik nicht sachlich und neutral angesprochen werden kann.
Mit freundliche Grüßen Danielle F.
Von: S., Enrico
An: all-replies@math.fu-berlin.de
Betreff: Re: Toiletten
Hallo an alle Diskussionwilligen,
würdet ihr die Diskussion bitte nicht über den Mailverteiler führen. Dieser
unsägliche Spam nervt!
Viele Grüße
Enrico
Heute beglücke ich euch mit einer E-Mail-Schlacht, die über den Verteiler des Fachbereichs Mathematik/Informatik ausgetragen wurde und die ich euch nicht vorenthalten möchte. Viel Spaß beim Lesen!
Von: H., Alfred (Hausmeister)
An: all-replies@math.fu-berlin.de
Betreff: Toiletten
Liebe Fachbereichsangehörige,
aus gegebenen Anlass möchte ich darauf hinweisen, dass die Toiletten doch bitte so benutzt werden, wie es in unserer Kultur üblich ist. Auf den Damentoiletten haben wir seit geraumer Zeit leider feststellen müssen, das es Mitmenschen gibt, die sich mit ihren Straßenschuhen auf die Toilettenbrille stellen, um ihr Geschäft zu verrichten. Das ist für die nachfolgenden Damen sehr unangenehm sich dann hier drauf zu setzten.
Bitte teilen sie dies auch ihren nicht deutsch sprechenden Mitarbeitern, Kollegen und Studenten mit.
Mit freundlichen Grüßen
Alfred H.
Von: H., Hannes
An: all-replies@math.fu-berlin.de
Betreff: Re: Toiletten
Lieber Herr H. and andere Lesende,
ich bin zwar in den Gebiet nicht so bewandert, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Leute aus „kultureller Unkenntnis“ *auf* die Toilette draufstellen.
Wenn Sie das so schreiben und dann nochmal explizit Nicht-Herkunftsdeutsche als Zielgruppe der E-Mail hervorheben, unterstellen Sie, dass Ausländer entweder kulturlos, unhygienisch oder einfach zu blöd sind um eine Toilette zu benutzen.
Ich weiß nicht, ob Sie das so gemeint haben, aber es reproduziert in hohem Maße verbreitete Vorurteile und trägt m.E. nicht dazu bei, dass sich "Ausländer" an unserem FB wohlfühlen.
Ich würde mich freuen, wenn Sie das geraderücken können.
Vielen Dank,
Mit freundlichen Grüßen,
Hannes H.
Von: L., Marcus
An: all-replies@math.fu-berlin.de
Betreff: RE: Toiletten
Lieber Hannes,
bevor wir hier mit Vorwürfen der Ausländerfeindlichkeit um uns werfen könnte eine kurze Recherche über das eigene Unvermögen hinweghelfen! Sieh bitte hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hocktoilette
Ich findes es prinzipiell sehr gut, dass Herr Heimann niemanden beschuldigen wollte mit Absicht derart die Toiletten zu missbrauchen. Er hat eher versucht nachvollziehbare Gründe zu suchen. Ich bin mir sicher Herr Heimann muss Dinge sehe und ertragen, die sich für Wunschelitestudenten nicht gehören und trotzdem versucht er immer die Vernunft hinter den Aktionen zu suchen. Das sollte mal anerkannt werden, anstatt es ihm mit sehr harten Vorwürfen zu danken, die hier nicht angebracht sind!
Gruß,
Marcus
Von: E., Georg
An: all-replies@math.fu-berlin.de
Betreff: Re: dreckige Toiletten
Yo Hannes,
mach doch Du mal die Toiletten sauber, anstatt hier rumzusülzen und den politisch oberkorrekten Lehrmeister in Sachen gesellschaftlichem Umgang raushängen zu lassen.
Georg
entfernt
Von: F., Danielle
An: all-replies@math.fu-berlin.de
Betreff: Re: Toiletten
Sehr geehrte Damen und Herren, Hausmeister Alfred Heimann,
ich bedanke mich für die Mail von Herrn Hannes, da ich nach Lesen der Rundmail von Hausmeister Alfred Heimann von dem diskriminierenden Tonfall sehr schockiert war. Inhaltlich wollte ich nur beisteuern, dass die Damentoiletten seit meinem ersten Besuch dort nicht nur von einem athemberaubenden Gestank gekennzeichtet waren, sondern auch sonst in einem desolaten Zustand waren. Da die Toiletten offensichtlich undicht sind und die Fäkalien am unteren Rand der Schüssel nach außen treten, stand ich mehr als einmal in einer Urinlache. Dies kann man sicherlich nicht den nicht deutschsprachigen Kollegeinnen und Studentinnen zuschreiben. Bisher habe ich von Beschwerden abgesehen, da mir die teilweise sehr unangenehmen Seiten des Jobs von Hausmeister Alfred Heimann durchaus bewusst sind. Dies ist keine Entschuldigung dafür sich in einer Rundmail derart im Ton zu vergreifen. Es ist sehr bedauerlich, dass diese Problematik nicht sachlich und neutral angesprochen werden kann.
Mit freundliche Grüßen Danielle F.
Von: P., Angelika
An: all-replies@math.fu-berlin.de
Betreff: WG: Toiletten
Sehr geehrter Herr Hauswedell,
wir alle kennen Herrn Heimann - Ihre Annahme ist völlig falsch. Leider erzeugten Sie jedoch gerade den Anschein, als zitierten Sie Herrn Heimann, indem Sie das Wort "Ausländer" einfügten: Nicht alle scrollen soweit herunter, um zu überprüfen, ob Herr Heimann diesen Begriff gebraucht hat:
Herr Heimann hat diesen Begriff NICHT verwandt.
Die Wortwahl - Zitat aus Herrn Heimanns E-Mail unten - : "nicht Deutsch sprechenden" Mitarb. etc. ist nicht nur NICHT identisch mit - Zitat aus Ihrer E-Mail - ""Ausländer"". Sie enthält vielmehr die Bitte alle Menschen gleichermaßen zu informieren egal welcher Herkunft.
Der Begriff Kultur kam bei mir so an, dass wir einheimischen Damen - falls wir 'es' denn gewesen sein sollten ... - uns mal ordentlich zu schämen hätten, unseren Mitmenschen inclusive unserer Gäste so ein dreckiges Klo zu hinterlassen.
Na ja, so erreicht wohl Jede und Jeden eine Variation Ihrer gewiss auch wohlmeinend geäußerten Botschaft.
Hoffentlich landen wir alle - ungeachtet unserer Herkunft - dennoch bald wieder möglichst sanft auf dem Boden des realen Miteinanders.
Mit herzlichen Grüßen
Angelika P.
Freie Universität Berlin
Fachbereich Mathematik und Informatik
Von: S., Enrico
An: all-replies@math.fu-berlin.de
Betreff: Re: Toiletten
Hallo an alle Diskussionwilligen,
würdet ihr die Diskussion bitte nicht über den Mailverteiler führen. Dieser
unsägliche Spam nervt!
Viele Grüße
Enrico
Von: R., Knut
An: all-replies@math.fu-berlin.de
Betreff: Re: Toiletten
Liebe FB-Angehörige (FB=Fachbereich, Anm. d. Red.),
Herr Heinemann hat offensichtlich darum gebeten, seine in Deutsch formulierte Mail "auch" nicht-deutschsprachigen FB Mitgliedern zur Kenntnis zugeben (da dies sie in Deutsch ja nicht lesen können).
Ansonsten hat er "Mitmenschen" angesprochen.
Wer noch weitere Interpretationen, Gegendarstellungen etc. hat, möge das doch bitte NICHT mehr über "all" machen.
Gruß,
Knut R.
Donnerstag, 17. Juni 2010
Unter Journalisten
Ein Thema, das ich hier dringend noch ansprechen will, ist die neu erschienene Sommersemester-Ausgabe unseres Campusmagazins FURIOS, die jetzt auch online zu begutachten ist. Nach einigen anstrengenden Tagen und Wochen ist die Schubzeit jetzt endlich vorbei und ich kann mit dem nötigen Abstand mein Urteil über die Entstehungsgeschichte des Hefts bilden.
Die gedruckten Ausgaben der FURIOS sollen etwas Besonderes sein, sich abheben von dem, was online erscheint. Gründlicher recherchiert, genauer redigiert und schöner illustriert sollen die Artikel sein. (Dieses wunderbare Trikolon zeugt davon, dass ich auch schon in journalistische Standardmuster verfalle.)Natürlich steckt deshalb auch deutlich mehr Arbeit dahinter. Für diejenigen von uns, die nach der Uni-Zeit ihr Geld mit dem Schreiben verdienen wollen, sind die Printausgaben schon so etwas wie eine Bewerbung.
So wird in der Entstehung auch mit teils harten Bandagen gekämpft. Artikel, die der Qualitätsprüfung der Chefredaktion nicht standhalten, werden umgeschrieben oder in besonders schlimmen Fällen sogar ganz gestrichen. Auf den Sitzungen der Chefredaktion soll es deswegen schon zu Tränen gekommen sein, manche Autoren haben die Zeitung gekränkt verlassen. Eine besonders rigide Linie fährt die ehemalige Chefredakteurin Claudia, die Texte gerne mal als "wie von einem Fünftklässler geschrieben" abkanzelt.
Man muss zur Entlastung der Betroffenen aber auch anmerken, dass besonders die Leute in der Schlussredaktion unter enormem Druck stehen, gerade weil dies für viele die erste Ausgabe ist, die sie in leitender Position mitgestalten.
Ich muss zugeben, dass ich nicht hundertprozentig glücklich bin mit ihrer Arbeit. Insgesamt ist der Artikel, den Tobi und ich geschrieben haben, schön und gut lesbar geworden, aber er wurde uns nicht noch einmal vorgelegt, nachdem er redigiert worden ist, und so kommt es, dass falsche Informationen drinstehen.
Deshalb möchte ich an dieser Stelle klarstellen: Der Anfang des Artikels stammt so nicht von mir. Weder saßen die Bildungsstreik-Aktivisten in Sesseln, noch rauchten sie. Und den Bildungsstreik als "chronisch krank" zu bezeichnen geht an der Realität eher vorbei. Ich wünsche euch trotzdem viel Spaß beim Lesen. Der Rest des Artikels gefällt mir nämlich durchaus.
[zum Artikel]
Die gedruckten Ausgaben der FURIOS sollen etwas Besonderes sein, sich abheben von dem, was online erscheint. Gründlicher recherchiert, genauer redigiert und schöner illustriert sollen die Artikel sein. (Dieses wunderbare Trikolon zeugt davon, dass ich auch schon in journalistische Standardmuster verfalle.)Natürlich steckt deshalb auch deutlich mehr Arbeit dahinter. Für diejenigen von uns, die nach der Uni-Zeit ihr Geld mit dem Schreiben verdienen wollen, sind die Printausgaben schon so etwas wie eine Bewerbung.
So wird in der Entstehung auch mit teils harten Bandagen gekämpft. Artikel, die der Qualitätsprüfung der Chefredaktion nicht standhalten, werden umgeschrieben oder in besonders schlimmen Fällen sogar ganz gestrichen. Auf den Sitzungen der Chefredaktion soll es deswegen schon zu Tränen gekommen sein, manche Autoren haben die Zeitung gekränkt verlassen. Eine besonders rigide Linie fährt die ehemalige Chefredakteurin Claudia, die Texte gerne mal als "wie von einem Fünftklässler geschrieben" abkanzelt.
Man muss zur Entlastung der Betroffenen aber auch anmerken, dass besonders die Leute in der Schlussredaktion unter enormem Druck stehen, gerade weil dies für viele die erste Ausgabe ist, die sie in leitender Position mitgestalten.
Ich muss zugeben, dass ich nicht hundertprozentig glücklich bin mit ihrer Arbeit. Insgesamt ist der Artikel, den Tobi und ich geschrieben haben, schön und gut lesbar geworden, aber er wurde uns nicht noch einmal vorgelegt, nachdem er redigiert worden ist, und so kommt es, dass falsche Informationen drinstehen.
Deshalb möchte ich an dieser Stelle klarstellen: Der Anfang des Artikels stammt so nicht von mir. Weder saßen die Bildungsstreik-Aktivisten in Sesseln, noch rauchten sie. Und den Bildungsstreik als "chronisch krank" zu bezeichnen geht an der Realität eher vorbei. Ich wünsche euch trotzdem viel Spaß beim Lesen. Der Rest des Artikels gefällt mir nämlich durchaus.
[zum Artikel]
Fußball, natürlich
Es ist wohl kaum zu vermeiden, an dieser Stelle ein paar Worte über die aktuelle Fußball-WM zu verlieren. Aber ich will euch nicht mit meinen Eindrücken von den Spielen oder meinen Tipps für die Sieger langweilen (nach der Niederlage gegen Brasilien sieht es für Nordkorea ohnehin nicht mehr so gut aus), sondern euch lieber einen kleinen Eindruck vermitteln vom Berliner WM-Gefühl.
Am Sonntag bin ich ja gerade noch rechtzeitig wieder in Berlin angekommen, um mir das erste Deutschlandspiel anzuschauen. Ich bin mit ein paar Kommilitonen losgezogen Richtung Mehringdamm, Kreuzberg, um dort irgendwo ein nettes Plätzchen zum Fußball schauen zu finden.
Man muss dafür definitiv nicht lange suchen. So ziemlich jedes Café, jede Bar und jedes Restaurant ist mit großen Flachbildfernsehern ausgerüstet; man hätte vermutlich auch einfach die Straße entlang gehen können und hätte keine wichtige Szene des Spiels verpasst. Wir haben versucht, in einen Public-Viewing-Bereich hineinzukommen, aber der war leider schon voll, und so haben wir uns in eine gegenüber liegende Bar zurückgezogen.
Die Stimmung war verständlicherweise gut, getrübt nur durch einige Übermütige, die nach jedem Tor mit Böllern um sich warfen, die nach dem Sprengstoffgesetz in Deutschland sicherlich verboten waren. Damit muss man wohl rechnen, wenn man sich in einem Stadtteil wie Kreuzberg bewegt.
Als dann das Spiel zu Ende war und die Autocorsos sich in Bewegung setzten, war ich einigermaßen froh, etwas außerhalb zu wohnen. Im Zentrum Berlins hätte man vermutlich nicht so leicht Schlaf gefunden.
Seitdem ist natürlich überall WM. Man schaut die Spiele, wenn man gerade in der Uni ist, am besten in der Luise, einem Restaurant in Dahlem, das sich besonders üppig mit Flachbildschirmen eingedeckt hat. Ansonsten finden sich auch immer wieder Leute am Mathe-Institut, die die Spiele mit dem Beamer an die Wand unserer so genannten "Pi-Lounge" werfen.
Natürlich gibt es dann auch noch die ganz große Bühne: mit dem letzten Vorrundenspiel der Deutschen wird die große Fanmeile vorm Brandenburger Tor eröffnet werden. Ich bin gespannt darauf.
Am Sonntag bin ich ja gerade noch rechtzeitig wieder in Berlin angekommen, um mir das erste Deutschlandspiel anzuschauen. Ich bin mit ein paar Kommilitonen losgezogen Richtung Mehringdamm, Kreuzberg, um dort irgendwo ein nettes Plätzchen zum Fußball schauen zu finden.
Man muss dafür definitiv nicht lange suchen. So ziemlich jedes Café, jede Bar und jedes Restaurant ist mit großen Flachbildfernsehern ausgerüstet; man hätte vermutlich auch einfach die Straße entlang gehen können und hätte keine wichtige Szene des Spiels verpasst. Wir haben versucht, in einen Public-Viewing-Bereich hineinzukommen, aber der war leider schon voll, und so haben wir uns in eine gegenüber liegende Bar zurückgezogen.
Die Stimmung war verständlicherweise gut, getrübt nur durch einige Übermütige, die nach jedem Tor mit Böllern um sich warfen, die nach dem Sprengstoffgesetz in Deutschland sicherlich verboten waren. Damit muss man wohl rechnen, wenn man sich in einem Stadtteil wie Kreuzberg bewegt.
Als dann das Spiel zu Ende war und die Autocorsos sich in Bewegung setzten, war ich einigermaßen froh, etwas außerhalb zu wohnen. Im Zentrum Berlins hätte man vermutlich nicht so leicht Schlaf gefunden.
Seitdem ist natürlich überall WM. Man schaut die Spiele, wenn man gerade in der Uni ist, am besten in der Luise, einem Restaurant in Dahlem, das sich besonders üppig mit Flachbildschirmen eingedeckt hat. Ansonsten finden sich auch immer wieder Leute am Mathe-Institut, die die Spiele mit dem Beamer an die Wand unserer so genannten "Pi-Lounge" werfen.
Natürlich gibt es dann auch noch die ganz große Bühne: mit dem letzten Vorrundenspiel der Deutschen wird die große Fanmeile vorm Brandenburger Tor eröffnet werden. Ich bin gespannt darauf.
Donnerstag, 20. Mai 2010
Ein Theaterstück für Bologna
Am Montag fand die lang angekündigte Bolognakonferenz statt. Auf ihr wollte Bildungsministerin Anette Schavan über Verbesserungen im Bachelor/Master-System diskutieren, doch leider geriet das Event zur Schmierenkomödie. Eine Zusammenfassung von Max Krause.
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Mittwoch, 28. April 2010
Fahrradlos in Berlin
Es ist so eine Sache mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie sind hier ja, das muss man sagen, recht häufig pünktlich (wenn man von der S-Bahn absieht, aber das ist eine andere Geschichte, die ein andermal erzählt werden wird). Aber je öfter sie pünktlich sind, desto mehr gewöhnt man sich an die Pünktlichkeit, und desto härter trifft es einen, wenn sie eben doch unpünktlich sind. Es ist einfach nicht gut, auf etwas angewiesen zu sein, auf das man sich nicht komplett verlassen kann.
Als hier die ersten wärmeren Tage angebrochen sind, bin ich deshalb umgestiegen, aufs Fahrrad. Eine halbe Stunde in die Uni, eine halbe Stunde wieder zurück. Nach ein paar Tagen konnte ich auf wenige Minuten genau planen, wann ich an der Uni war; das ist mit Bus und Bahn unvorstellbar. Dazu kommt, dass die Weg mit den Öffentlichen auch nicht weniger als eine halbe Stunde in Anspruch nimmt.
Ich habe also mein Fahrrad schätzen gelernt, in den letzten Tagen, und umso härter trifft mich jetzt der Verzicht darauf. Der Hinterreifen ist verbogen - vermutlich aufgrund der Überwinterung im Freien - und auf Dauer stört das eben doch beim Fahren. Gestern vor der Uni brachte ich das Rad zu einem Fahrradladen in Zehlendorf, wo sich vorne schon eine ganze Schlange Fahrräder reihte. Bearbeitungszeit: eine Woche.
Jetzt bin ich wieder abhängig von den ungeliebten öffentlichen Verkehrsmitteln und sehne mir mein Fahrrad zurück. Hoffentlich regnet es den Rest der Woche, dann trifft mich der Verlust nicht ganz so hart.
Als hier die ersten wärmeren Tage angebrochen sind, bin ich deshalb umgestiegen, aufs Fahrrad. Eine halbe Stunde in die Uni, eine halbe Stunde wieder zurück. Nach ein paar Tagen konnte ich auf wenige Minuten genau planen, wann ich an der Uni war; das ist mit Bus und Bahn unvorstellbar. Dazu kommt, dass die Weg mit den Öffentlichen auch nicht weniger als eine halbe Stunde in Anspruch nimmt.
Ich habe also mein Fahrrad schätzen gelernt, in den letzten Tagen, und umso härter trifft mich jetzt der Verzicht darauf. Der Hinterreifen ist verbogen - vermutlich aufgrund der Überwinterung im Freien - und auf Dauer stört das eben doch beim Fahren. Gestern vor der Uni brachte ich das Rad zu einem Fahrradladen in Zehlendorf, wo sich vorne schon eine ganze Schlange Fahrräder reihte. Bearbeitungszeit: eine Woche.
Jetzt bin ich wieder abhängig von den ungeliebten öffentlichen Verkehrsmitteln und sehne mir mein Fahrrad zurück. Hoffentlich regnet es den Rest der Woche, dann trifft mich der Verlust nicht ganz so hart.
Mittwoch, 21. April 2010
Studenten sind Opfer auf Lebenszeit
Na, ich hab ja jetzt gelernt, Videos hier einzufügen, also kommt hier gleich das nächste. Dieses Lied muss einfach weiter verbreitet werden, es ist so beängstigend wahr...
Samstag, 17. April 2010
Die Nachrichten
Die erste Woche des neuen Semesters ist vorbei, und ich beglücke euch mit allerei Neuigkeiten aus Berlin. Hier also die News in Kürze:
Volles Haus
Nachdem wir es uns in unserer WG in den letzten Monaten zu dritt gemütlich gemacht haben, wird das in nächster Zeit wohl wieder etwas anstrengender. Wir haben insgesamt vier Neuzugänge in unserer Wohnung, und das, obwohl wir nur noch drei freie Zimmer hatten.
Kenneth, ein Schotte, war der erste, der hier neu eingezogen ist. Er spricht ziemlich gut deutsch, kann als sozusagen beide Amtssprachen unserer WG fließend sprechen. Das ist doch mal was.
Wir haben noch einen weiteren Neuzugang mit derselben Muttersprache. Allerdings habe ich von ihm noch nicht viel mehr mitbekommen als "Hi, I'm John. I'm from the U.S." Es ist nur positiv zu vermerken, dass er mitten am Tag im Bademantel durch die Wohnung läuft (ob er so auch aus dem Haus geht, habe ich noch nicht feststellen können).
Nun kommen wir zu den beiden merkwürdigsten neuen Insassen unserer Anstalt. Die beiden - ein Mann und eine Frau - sehen türkisch oder zumindest arabisch aus, und dementsprechend klingen auch ihre Namen; deshalb konnte ich sie mir leider noch nicht merken. Es ist jedenfalls offenbar so, dass sie zusammen ein Zimmer bewohnen. Das ist nicht erlaubt, da bin ich mir ziemlich sicher. Worüber ich mir nicht sicher bin, ist ihr Verhältnis zueinander: Sind sie ein Paar? Geschwister? Freunde? Und warum wohnen sie in nur einem Zimmer? Geldmangel? Oder hat vielleicht einer von beiden noch woanders ein Zimmer und ist lediglich chronisch zu Besuch? Fragen über Fragen...
Volle Uni
Ich bin also eine gewisse Überfüllung von Haus aus schon gewohnt. Dann ist es auch nicht so schlimm, dass sich das an der Uni unvermindert fortsetzt. Dieses Semester höre ich für Mathe Lineare Algebra II, Analysis II und Computerorierte Mathematik II. Dazu gibt es wie im letzten Semester jeweils mehrere Tutorien. Nur gibt es dieses Semester nicht mehr so viele Tutorien, offenbar weil die Verantwortlichen davon ausgehen, dass sowieso ein Drittel der Studierenden bis zum Ende des ersten Semesters abgebrochen hat.
Das ist nun leider nicht der Fall, und so kommt es, dass der Platz in Hörsälen und Übungsgruppen hinten und vorne nicht reicht. Eine Vorlesung musste schon umverlegt werden, weil der Raum zu klein war. Nicht dass der Raum (alle Vorlesungen finden im gleichen Raum statt) für die anderen Vorlesungen plötzlich größer wird - es gab eben nur einen Professor, dem es nicht egal war, dass er vor einer Sardinenbüchse dozieren muss.
Als ich nun dachte, mein Nebenfach böte vielleicht eine Abwechslung davon, wurde ich leider auch enttäuscht: in meinem Philosophieseminar saßen am Montag saßen am Montag sage und schreibe 67 Leute. Bildungsstreik 2010, ich komme!
Hochschulpolitik
Womit wir auch schon beim nächsten Thema wären: Politik. Es gab ja in den letzten Wochen einiges Hin und Her bezüglich der Präsidentschaftskandidaturen an der FU (wer genaueres wissen will, kann sich hier informieren). Letztlich ist es so, dass nur zwei Kandidaten noch übrig sind, ein Professor von der FU, der eigentlich der Favorit unter der Professorenschaft ist, und eine hannoveraner Professorin, die nicht viel mehr als die Alibifrau in der ganzen Sache ist. Die eigentlich spannendste Kandidatur, die von Informatiker Rojas, der mit der Idee angetreten war, FU und TU zu fusionieren, wurde leider von ihm zurückgezogen. Die Zeichen stehen nicht auf Sensation.
Unterdessen versammelt sich ein kleines Grüppchen protestfreudiger Studierender täglich vor dem Hörsaal 1A und liebäugelt mit dem Gedanken, ihn wieder zu besetzen. Das allerdings wäre dann wohl mehr die Neugründung einer lieb gewonnenen WG als echter Protest. Ansonsten hört man nicht sehr viel vom Bildungsstreik. Sicher, es hängen ein paar Plakate, am 22. April soll es eine Aktion geben, doch irgendwie hat man das Gefühl, es wird ein Flop werden verglichen mit den Aktionen vom letzten Herbst.
Sport
Kommen wir zum etwas entspannteren Teil unserer Berichterstattung, dem Sport. Genauer gesagt, dem Hochschulsport. Ich habe mich nämlich dieses Mal tatsächlich aufraffen können, einen Sportkurs zu belegen. Badminton, Anfängerkurs. Ich habe vermutlich noch nicht einmal in meinem Leben richtig Badminton gespielt. Egal, es ist nie zu spät, anzufangen.
Obwohl das Ganze ein Anfängerkurs ist, glaube ich, die meisten haben schon ein klein wenig Erfahrung, zumindest aus dem Schulsport. Naja, vielleicht sind sie auch einfach besser als ich. Aber ich habe zumindest zwei Leute gefragt und beide haben es in der Schule gemacht, also hat meine Theorie zumindest ein Fundament.
Wie ist Badminton? Eigentlich ganz witzig. Anstrengend, wenn man es richtig spielt, vermute ich. Als ich das erste Mal da war, haben wir noch nicht richtig gespielt. Der Leiter des Kurses meinte, wir könnten erst nach vier Übungsstunden überhaupt damit anfangen, richtiges Badminton zu spielen. Deshalb haben wir erstmal Aufschläge geübt. Und über Badminton geredet. Ich habe erfahren, dass Badminton ein kleines Örtchen in England ist. Außerdem besitze ich jetzt einen eigenen Badminton-Ball. Hat 1,50 € gekostet. Die Saison kann beginnen.
Wetter
Wie sich das für ein ordentliches Nachrichtenprogramm gehört, kommen wir zuletzt zum Wetter. Es ist wirklich schön, Berlin mal so richtig mit Sonne und Temperaturen über dem Gefrierpunkt zu erleben. Es eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Zum Beispiel habe ich herausgefunden, dass man mit dem Studentenausweis Fähre fahren darf. Natürlich nur, wenn der Wannsee nicht gerade zugefroren ist.
Andererseits war es einfacher, drinnen zu sitzen und seine Übungen zu machen, als einen draußen sowieso nur Schneegestöber erwartet hat. Ich weiß jetzt, warum es so geregelt ist, dass die Leute im Wintersemester anfangen zu studieren: Würde man im Sommer anfangen, würde man ja gleich eine falsche Einstellung zum Studieren entwickeln.
So, das wars für heute. Ist ja schließlich so viel wie lange nicht mehr. Wenn ich heute so viel für meine Hausarbeit geschrieben hätte, wie ich hier in dieses Blog geschrieben hab, hätte ich eine Sorge weniger.
Volles Haus
Nachdem wir es uns in unserer WG in den letzten Monaten zu dritt gemütlich gemacht haben, wird das in nächster Zeit wohl wieder etwas anstrengender. Wir haben insgesamt vier Neuzugänge in unserer Wohnung, und das, obwohl wir nur noch drei freie Zimmer hatten.
Kenneth, ein Schotte, war der erste, der hier neu eingezogen ist. Er spricht ziemlich gut deutsch, kann als sozusagen beide Amtssprachen unserer WG fließend sprechen. Das ist doch mal was.
Wir haben noch einen weiteren Neuzugang mit derselben Muttersprache. Allerdings habe ich von ihm noch nicht viel mehr mitbekommen als "Hi, I'm John. I'm from the U.S." Es ist nur positiv zu vermerken, dass er mitten am Tag im Bademantel durch die Wohnung läuft (ob er so auch aus dem Haus geht, habe ich noch nicht feststellen können).
Nun kommen wir zu den beiden merkwürdigsten neuen Insassen unserer Anstalt. Die beiden - ein Mann und eine Frau - sehen türkisch oder zumindest arabisch aus, und dementsprechend klingen auch ihre Namen; deshalb konnte ich sie mir leider noch nicht merken. Es ist jedenfalls offenbar so, dass sie zusammen ein Zimmer bewohnen. Das ist nicht erlaubt, da bin ich mir ziemlich sicher. Worüber ich mir nicht sicher bin, ist ihr Verhältnis zueinander: Sind sie ein Paar? Geschwister? Freunde? Und warum wohnen sie in nur einem Zimmer? Geldmangel? Oder hat vielleicht einer von beiden noch woanders ein Zimmer und ist lediglich chronisch zu Besuch? Fragen über Fragen...
Volle Uni
Ich bin also eine gewisse Überfüllung von Haus aus schon gewohnt. Dann ist es auch nicht so schlimm, dass sich das an der Uni unvermindert fortsetzt. Dieses Semester höre ich für Mathe Lineare Algebra II, Analysis II und Computerorierte Mathematik II. Dazu gibt es wie im letzten Semester jeweils mehrere Tutorien. Nur gibt es dieses Semester nicht mehr so viele Tutorien, offenbar weil die Verantwortlichen davon ausgehen, dass sowieso ein Drittel der Studierenden bis zum Ende des ersten Semesters abgebrochen hat.
Das ist nun leider nicht der Fall, und so kommt es, dass der Platz in Hörsälen und Übungsgruppen hinten und vorne nicht reicht. Eine Vorlesung musste schon umverlegt werden, weil der Raum zu klein war. Nicht dass der Raum (alle Vorlesungen finden im gleichen Raum statt) für die anderen Vorlesungen plötzlich größer wird - es gab eben nur einen Professor, dem es nicht egal war, dass er vor einer Sardinenbüchse dozieren muss.
Als ich nun dachte, mein Nebenfach böte vielleicht eine Abwechslung davon, wurde ich leider auch enttäuscht: in meinem Philosophieseminar saßen am Montag saßen am Montag sage und schreibe 67 Leute. Bildungsstreik 2010, ich komme!
Hochschulpolitik
Womit wir auch schon beim nächsten Thema wären: Politik. Es gab ja in den letzten Wochen einiges Hin und Her bezüglich der Präsidentschaftskandidaturen an der FU (wer genaueres wissen will, kann sich hier informieren). Letztlich ist es so, dass nur zwei Kandidaten noch übrig sind, ein Professor von der FU, der eigentlich der Favorit unter der Professorenschaft ist, und eine hannoveraner Professorin, die nicht viel mehr als die Alibifrau in der ganzen Sache ist. Die eigentlich spannendste Kandidatur, die von Informatiker Rojas, der mit der Idee angetreten war, FU und TU zu fusionieren, wurde leider von ihm zurückgezogen. Die Zeichen stehen nicht auf Sensation.
Unterdessen versammelt sich ein kleines Grüppchen protestfreudiger Studierender täglich vor dem Hörsaal 1A und liebäugelt mit dem Gedanken, ihn wieder zu besetzen. Das allerdings wäre dann wohl mehr die Neugründung einer lieb gewonnenen WG als echter Protest. Ansonsten hört man nicht sehr viel vom Bildungsstreik. Sicher, es hängen ein paar Plakate, am 22. April soll es eine Aktion geben, doch irgendwie hat man das Gefühl, es wird ein Flop werden verglichen mit den Aktionen vom letzten Herbst.
Sport
Kommen wir zum etwas entspannteren Teil unserer Berichterstattung, dem Sport. Genauer gesagt, dem Hochschulsport. Ich habe mich nämlich dieses Mal tatsächlich aufraffen können, einen Sportkurs zu belegen. Badminton, Anfängerkurs. Ich habe vermutlich noch nicht einmal in meinem Leben richtig Badminton gespielt. Egal, es ist nie zu spät, anzufangen.
Obwohl das Ganze ein Anfängerkurs ist, glaube ich, die meisten haben schon ein klein wenig Erfahrung, zumindest aus dem Schulsport. Naja, vielleicht sind sie auch einfach besser als ich. Aber ich habe zumindest zwei Leute gefragt und beide haben es in der Schule gemacht, also hat meine Theorie zumindest ein Fundament.
Wie ist Badminton? Eigentlich ganz witzig. Anstrengend, wenn man es richtig spielt, vermute ich. Als ich das erste Mal da war, haben wir noch nicht richtig gespielt. Der Leiter des Kurses meinte, wir könnten erst nach vier Übungsstunden überhaupt damit anfangen, richtiges Badminton zu spielen. Deshalb haben wir erstmal Aufschläge geübt. Und über Badminton geredet. Ich habe erfahren, dass Badminton ein kleines Örtchen in England ist. Außerdem besitze ich jetzt einen eigenen Badminton-Ball. Hat 1,50 € gekostet. Die Saison kann beginnen.
Wetter
Wie sich das für ein ordentliches Nachrichtenprogramm gehört, kommen wir zuletzt zum Wetter. Es ist wirklich schön, Berlin mal so richtig mit Sonne und Temperaturen über dem Gefrierpunkt zu erleben. Es eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Zum Beispiel habe ich herausgefunden, dass man mit dem Studentenausweis Fähre fahren darf. Natürlich nur, wenn der Wannsee nicht gerade zugefroren ist.
Andererseits war es einfacher, drinnen zu sitzen und seine Übungen zu machen, als einen draußen sowieso nur Schneegestöber erwartet hat. Ich weiß jetzt, warum es so geregelt ist, dass die Leute im Wintersemester anfangen zu studieren: Würde man im Sommer anfangen, würde man ja gleich eine falsche Einstellung zum Studieren entwickeln.
So, das wars für heute. Ist ja schließlich so viel wie lange nicht mehr. Wenn ich heute so viel für meine Hausarbeit geschrieben hätte, wie ich hier in dieses Blog geschrieben hab, hätte ich eine Sorge weniger.
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